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Wiedergabe von Multispektralbildern
Eine sehr gute Übereinstimmung der mit dem Multispektralscanner Multispektralscanner aufgenommenen Oriiginalbildes am Bildschirmarbeitsplatz kann nur unter kontrollierten Bedingungen erfolgen. Dazu wurde als Endgerät ein spezieller Betrachtungsplatz entwickelt. Die für die spektrale Verarbeitung notwendigen Prozesse sind in einer Übersicht unter "Multispektrale Farbbildverarbeitung mit Multispektralscanner und Betrachterplatz" zusammengefasst.
Der Softproof-Arbeitsplatz
Der Softproof-Betrachtungsplatz besteht aus folgenden Komponenten:
- kalibrierter Bildschirm (rechte Seite)
- Auflagevorrichtung für Originale (linke Seite)
- Drei verschiedene Normlichtquellen (z.B. D65 oder D50, TL84, A)
- Definierte Betrachtungsbedingungen
- Neutralgraues Umfeld
- Vorhang zur Abschirmung von Fremdlicht
Ein ganz wesentlicher Beitrag zur Farbübereinstimmung wird von der Color-AIXperts-Software geleistet. Die Normlichtquellen wurden einzeln spektral vermessen und diese Messungen im Rechner hinterlegt. Damit wird die Software in die Lage versetzt, die Multispektralbilder in der gleichen Weise anzuzeigen, wie ein Abmusterer die Originale unter der entsprechenden Lichtquelle sieht.
Softproof Arbeitsplatz für den exakten Farbvergleich des
Originals mit der Reproduktion (hier ein Nähgarn-Vergleich)Bitte beachten Sie, dass der zum Vergleich zwischen Bildschirm und Originalen bzw. Drucken entwickelte Softproof-Betrachterplatz diesen Vergleich überhaupt erst ermöglicht. Ohne diesen Arbeitsplatz stehen keine definierten Lichtverhältnisse und Betrachtungsbedingungen zur Verfügung.
Hält man beispielsweise einen Gegenstand zum Vergleich mit dessen digitaler Darstellung direkt neben oder auf die Mattscheibe eines herkömmlichen Bildschirms, so ist ein sinnvoller Vergleich nicht möglich, da der Bildschirm selbst leuchtet und der Gegenstand Fremdlicht benötigt. Steht genügend Licht zur Beurteilung des Gegenstands zur Verfügung, so wird das Monitorbild durch das Fremdlicht stark verweißlicht und entsättigt. Ist andererseits das Umgebungslicht dunkel genug für eine gute Bildschirmdarstellung, so wird man von dem Gegenstand nicht mehr viel erkennen.
Anhand dieses Beispiels wird deutlich, wie wichtig kontrollierte Betrachtungsbedingungen für eine professionelle Farbbeurteilung sind.