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Multispektrales Farbmanagement

Die Entwicklung des in unseren Produkten eingesetzten Farb Managements erfolgte vor dem Hintergrund, die hochgenauen und originalgetreuen Farbinformationen der Multi-Spektralbilder in angemessener Form wiederzugeben.

Der Benutzer hat den Anspruch, die Multispektralaufnahmen in absolut vergleichbarer Form am Bildschirm zu betrachten, unabhängig davon, welcher Monitor gerade eingesetzt wird bzw. in welcher Grundeinstellung dieser sich befindet. Gleichermaßen besteht der Anspruch, Ausdrucke auf Papier beispielsweise neben ein Stück Originalstoff zu legen und im Idealfall keinerlei farbliche Unterschiede zu erkennen.
Zunächst versteht sich von selbst,

dass das Ziel der originalgetreuen Reproduktion nur mit hochwertigen Ausgabegeräten (Monitoren oder Druckern) erreicht werden kann. Selbst die besten Geräte können aber leider nur einen begrenzten Farbumfang wiedergeben, und vor allem besonders gesättigte Farben können aus physikalischen Gründen häufig nicht farbgetreu reproduziert werden.
Um solche Farben dennoch reproduzieren zu können, ist eine Ersatzfarbensuche (Gamut- Mapping) notwendig. Hierbei werden die nicht darstellbaren Farben durch solche ersetzt, die das Display oder der Drucker erzeugen kann. Dabei muss aber beachtet werden, dass sich der Gesamteindruck des Bildes nicht ändern darf. Dies bedingt eine Modifikation auch der eigentlich darstellbaren Farben,
um für die nicht darstellbaren "Platz zu machen". In der Praxis haben sich unter-schiedliche Kompromisse herausgebildet, die häufig "Farbwiedergabe-Prioritäten" oder "Rendering Intents" genannt werden. Im heute üblichen Farbmanagement nach ICC-Standard wurden vier verschiedene Rendering Intents definiert, von denen jedoch keiner die oben beschriebenen, hohen Ansprüche erfüllt. ICC-Farbmanagement ist damit für die Anwendung in der Multispektraltechnik nicht geeignet. Als Gründe dafür sind zum einen das Fehlen von solch hochfarbgenauen Bildern zum Zeitpunkt der Definition des ICC-Standards und zum anderen die Berücksichtigung von historisch gewachsenen Workflows zu nennen.

AIXCE - Die Color AIXperts Color Engine

Aus diesen Gründen wurde das Color-AIXperts-Farbmanagement von Grund auf neu entwickelt und auf höchste Farbtreue ausgelegt. Zur Optimierung des Gamut Mappings wurden an der RWTH Aachen aufwendige Experimente mit vielen Versuchspersonen
durchgeführt. Die hier ermittelten Algorithmen wurden dann im Praxiseinsatz weiter optimiert und auf unterschiedliche Anwendungen zugeschnitten. So entstand die Color AIXperts Color Engine (AIXCE). Zur Speicherung der Farbprofile verwenden wir das ICC-Format,
so dass zur Profilierung von Ausgabegeräten die handelsüblichen Softwarepakete verwendet werden können. Die eigentlichen Farbberechnungen werden jedoch von der AIXCE durchgeführt.

AIXCE mit Drittsoftware

Die AIXCE kann auch Software-Produkten von Drittherstellern, die über kein eigenes oder ein ausreichendes internernes Farb-Management verfügen (z.B. CAD- oder Kolorierungs-Software), zugänglich gemacht werden. Hierfür gibt es zwei Modelle.
In der Variante 1
wird lediglich vorausgesetzt, dass die jeweilige Software in der Lage ist, RGB-TIFF-Dateien zu erzeugen. Farbkonvertierungen oder automatisches Drucken wird dann von der Sp___view-Software ausgeführt, welche bei entsprechender Konfiguration im Hintergrund die Farb-Konvertierungen bzw. die Ansteuerung des Druckers übernimmt.

In der Variante 2
wird von Color AIXperts eine DLL zur Verfügung gestellt und ggf. an die Gegebenheiten angepasst, die es dem Hersteller der (CAD-)Software ermöglicht, die AIXCE nahtlos einzubinden

Entsprechende Referenzen liegen vor.